Vitalstoffmedizin Blog

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Reishi-Heilpilz anstelle von Kortison-Präparaten

Reishi-Heilpilz anstelle von Kortison-Präparaten

Kortison wird in der Schulmedizin oft bei verschiedensten entzündlichen Prozessen eingesetzt und zeigt durchaus seine Wirkung, jedoch muss leider auch immer mit vielen z.T. schwerwiegenden Nebenwirkungen gerechnet werden. Moderne Forschung zeigt nun, was im asiatischen Raum schon seit Jahrtausenden bekannt ist: Der Heilpilz Reishi zeigt bei den Einsatzgebieten des Kortisons eine erstaunliche Wirkung, jedoch ganz im Gegenteil zu diesem ohne Nebenwirkungen!

Vielversprechende Namen

Sein Aussehen ist nicht ganz so spektakulär wie seine medizinischen Wirkungen. Immerhin hat der vorwiegend auf Laubbäumen wachsende Pilz ein glänzendes Aussehen, weshalb er in Deutsch Glänzender Lackporling genannt wird. Auch sein wissenschaftlicher Name Ganoderma lucidum weist darauf hin (griechisch ganos = Glanz und derma = Haut und lateinisch lucidus = leuchtend, glänzend). Der Heilpilz trägt jedoch im asiatischen Raum, wo er schon Jahrtausende erfolgreich in einem breiten medizinischen Anwendungsgebiet eingesetzt wird, vielsagendere Namen. In Japan wird er Reishi «göttlicher Pilz» und in China gar Ling Zhi „Göttlicher Pilz der Unsterblichkeit“ genannt. Wie wir ihn auch immer nennen wollen, er zählt zu den bedeutsamsten Heilpilzen und wohl zu den ältesten Arzneimitteln der Welt und fast alles, was man im alten China über die Wirkung des Reishi schrieb, konnte in den letzten Jahren in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen werden.

Weites Einsatzgebiet

Es gibt kaum einen anderen Heilpilz dessen Einsatzgebiet derart breit ist. So kann man ihn mit Erfolg bei Leberleiden, Allergien, Entzündungen aller Art, aber auch Herz- und Lungenerkrankungen und sogar im Kampf gegen Krebs einsetzen. Wieso diese Vielfältigkeit? Im Reishi wurden bislang ungefähr 400 bioaktive Substanzen nachgewiesen, unter anderem rund 150 sogenannte Triterpene, auf diese ich mich hier konzentrieren möchte.

Triterpene

Diese sekundären Pflanzenstoffe, die den Pilz selbst vor dem Befall von Mikroorganismen schützen, haben auch im menschlichen Körper interessante Wirkungen. Triterpene dämmen nämlich die Histaminausschüttung ein, die für Schwellungen, Rötungen und Juckreiz verantwortlich ist, und wirken somit entzündungshemmend. Sie können grundsätzlich bei allen Erkrankungen zum Einsatz kommen, bei denen normalerweise Steroidhormone – wie Kortison – eingesetzt werden. Doch ganz im Gegensatz zum Kortison verlaufen Therapien mit dem Reishi nebenwirkungsfrei! Grundsätzlich ist eine Entzündung eine positive Schutz- und Abwehrreaktion des Körpers, doch entgleist der komplexe entzündliche Prozess und es kommt zu chronischen Entzündungen, entsteht ein negativer Kreislauf, der kaum in den Griff zu bekommen ist. Hier können die Triterpene ansetzen!

Cortisol und Kortison

Doch wann wird Kortison angewendet?
Das Medikament Kortison ahmt im Körper die Wirkung des körpereigenen Hormons Cortisol nach, welches in den Nebennierenrinden produziert und dessen Ausschüttung vom Gehirn gesteuert wird. Im Normalfall wird etwa 8 bis 25 mg Cortisol pro Tag gebildet, wobei die grösste Menge morgens früh freigesetzt wird. Nur bei Stress, wie bei Krankheiten, Verletzungen oder psychischen Belastungen, benötigt der Körper mehr Cortisol. Er kann in diesem Fall bis zu 300 mg Cortisol pro Tag bilden. Doch nach einer Weile wird die erhöhte Produktion zum Schutz des Körpers eingestellt, weil das Mehr an Cortisol nur kurzfristig sinnvoll ist und der Organismus ansonsten Schaden nehmen würde!
In erster Linie wird das Medikament Kortison gegen Über- oder Fehlreaktionen des Immunsystems eingesetzt (Allergien, Autoimmunerkrankungen), sowie gegen Entzündungen und Schwellungen im Körper (z.B. entzündliche rheumatische Erkrankungen, entzündliche Lungenerkrankungen wie Asthma, entzündliche Hauterkrankungen, chronisch entzündliche Darmerkrankungen usw.). Es wird auch sehr häufig eingesetzt, wenn die eigentliche Ursache der Entzündung (noch) nicht gefunden wurde. Kortison ist ein sehr gut wirkendes Medikament, welches in gewissen Situationen durchaus seine Berechtigung hat, doch leider ist auch die Liste seiner Nebenwirkungen sehr lang und es sollte deshalb nie über längere Zeit eingesetzt werden müssen.
Wie erwähnt ahmt es im Körper die Wirkung des Hormons Cortisol nach, jedoch in deutlich höherer Dosis, deshalb die Gefahr für Nebenwirkungen. Mit der Gabe der Kortison-Medikamente muss man oft die Grenze überschreiten, die ursprünglich vom Körper vorgesehen wäre, weil man die entzündungshemmende Wirkung benötigt. Das wiederum führt zu teilweise massiven Nebenwirkungen.

Reishi-Sporen anstatt Kortison

Deshalb ist es umso schöner, wenn in Situationen, in denen man in der Schulmedizin zu hohen Kortisondosen greifen müsste, mit dem Reishi Heilpilz Abhilfe geschaffen werden kann und dies auch noch ohne die gefürchteten Nebenwirkungen des Kortisons! Insbesondere sind die Reishi-Sporen zu erwähnen, da in diesen die Wirkstoffe in konzentriertester Form zu messen sind. Deshalb können sie als der wertvollste Teil des Pilzes angesehen werden. Die ovalen gelb-braunen Reishi-Pilzsporen, die den Pilzen zur ungeschlechtlichen Vermehrung dienen, weisen zudem eine wesentlich höhere Bioaktivität der erwähnten Inhaltsstoffe gegenüber anderen Pilzteilen auf.

Aronia-Beere

Auch Aronia kann hier als natürlicher Kortison-Ersatz erwähnt werden. Es hemmt die sogenannten Cyclooxygenasen 1 und 2 (COX1 und COX2), dies sind Entzündungsfaktoren. Aronia hat sich bei Allergien sehr bewährt, aber auch bei chronisch entzündlichen Prozessen, wie z.B. bei Arthritis. Auch Aronia ist nebenwirkungsfrei und enthält dafür noch alle Vitamine (ausser B12 und D), Mineralien und Spurenelemente und sehr viel OPC (Oligomere Proanthocyanidine), was es zu einem äusserst starken Antioxidans macht!

Ein letztes interessantes Detail

Oben habe ich das körpereigene Hormon Cortisol erwähnt, das vom Körper bei Stress vermehrt produziert wird. Dauert dieser Stress jedoch längere Zeit an, was in der heutigen Zeit leider nicht selten vorkommt, fällt die Nebenniere irgendwann in einen Erschöpfungszustand. Der Cortisolspiegel ist nun nicht mehr erhöht, sondern zu tief. Dies führt zu einem sogenannten Burnout; ein treffendes Wort, denn solche Menschen sind tatsächlich körperlich und psychisch ausgebrannt. Es dauert lange, ein Burnout zu überwinden und es benötigt Hilfe von aussen, sowie eine Änderung der stressverursachenden Lebensgewohnheiten. Um die Cortisol-Produktion auf natürliche Weise wieder anzuregen, kann ich Cayenne empfehlen.
Falls Sie dieses Thema interessiert: Lesen Sie meinen Bericht zum Thema Burnout!

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Burnout

Chronischer Stress und Burnout

Stress ist heute für viele Menschen allgegenwärtig. Die Belastungen am Arbeitsplatz haben tendenziell zugenommen, in der Freizeit will einiges unternommen und erledigt werden und die Familie darf ebenfalls nicht zu kurz kommen. Für viele ist es schwierig, allen Erwartungen – nicht zuletzt den eigenen – gerecht zu werden und alles unter einen Hut zu bringen.

Stress erhöht den Cortisol-Spiegel

Wer unter Stress steht, produziert in der Nebennierenrinde vermehrt Cortisol. Dieses Hormon übernimmt im Körper viele Aufgaben. Zum einen hat es eine dämpfende Wirkung auf das Immunsystem. Es sorgt dafür, dass sich Entzündungen nicht zu sehr ausbreiten und nicht aus jeder kleinen Entzündung eine grosse Katastrophe wird. Wegen dieser Eigenschaften verwendet die Medizin häufig das mit dem Cortisol verwandte Cortison, um überschiessende Reaktionen zu unterdrücken und Entzündungen zu hemmen.

Körper muss Stress abbauen können

Weiter trägt Cortisol zusammen mit Insulin zur Regulierung des Blutzuckerspiegels bei. Stress braucht viel Energie. Indem es den Blutzuckerspiegel anhebt, sorgt Cortisol dafür, dass dem Körper bei Bedarf rasch und genügend Energie zur Verfügung steht. Biologisch ist das ein sehr sinnvoller Mechanismus: So erhalten wir in einer gefährlichen Situation die nötige Energie, um kämpfen oder fliehen zu können. Heute sind wir stressbedingt aber oft „unter Dauerstrom“ und es fehlt uns die nötige Bewegung („Kampf oder Flucht“), welche den Körper wieder auf ein „normales Betriebsniveau“ herunterfahren würde. Das ist der Grund, weshalb Sport sehr gut geeignet ist, Stress abzubauen und negativen Folgen von Stress vorzubeugen.

Im Burnout ist das Cortisol tief

Die Nebenniere ist nämlich nur während ca. 3 Jahren in der Lage, ständig grosse Mengen an Cortisol zu produzieren. Danach fällt sie in einen Erschöpfungszustand mit raschem Abfallen des Cortisolspiegels. Es ergibt sich das Krankheitsbild des Burnouts, eines Zustands der völligen körperlichen und psychischen Erschöpfung. Mit einem einfachen Test, dem Cortisol-Tagesprofil, kann man erkennen, ob sich ein Mensch noch im Stress (hohes Cortisol) oder schon im Burnout (tiefes Cortisol) befindet.

Cayenne regt Cortisol-Produktion an

Was nun? Burnout-Patienten bedürfen der ärztlichen Begleitung. Sie brauchen Unterstützung in der Akut-Phase, während der Regeneration und bei der nachhaltigen Umstellung ihrer Lebensgewohnheiten. Eine Behandlungsmöglichkeit liegt in der Nahrungsergänzung mit Cayenne-Pfeffer. Die in den Schoten enthaltenen scharfen Substanzen können die Produktion des nun fehlenden körpereigenen Cortisols anregen und dem Patienten so helfen, rascher wieder auf die Beine zu kommen und die nötige Anpassung des Lebensstils in Angriff zu nehmen. Weitere Möglichkeiten der Vitalstoffmedizin sind die Einnahme von Blütenpollen (geben Energie), Coenzym Q10 (zur Vorbeugung gegen Müdigkeit), Moringa (natürliches Multivitamin) oder Aronia.

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