Vitalstoffmedizin Blog

Neues aus der Welt der Vitalstoffe und Beobachtungen aus meiner Praxis

Burnout

Chronischer Stress und Burnout

Stress ist heute für viele Menschen allgegenwärtig. Die Belastungen am Arbeitsplatz haben tendenziell zugenommen, in der Freizeit will einiges unternommen und erledigt werden und die Familie darf ebenfalls nicht zu kurz kommen. Für viele ist es schwierig, allen Erwartungen – nicht zuletzt den eigenen – gerecht zu werden und alles unter einen Hut zu bringen.

Stress erhöht den Cortisol-Spiegel

Wer unter Stress steht, produziert in der Nebennierenrinde vermehrt Cortisol. Dieses Hormon übernimmt im Körper viele Aufgaben. Zum einen hat es eine dämpfende Wirkung auf das Immunsystem. Es sorgt dafür, dass sich Entzündungen nicht zu sehr ausbreiten und nicht aus jeder kleinen Entzündung eine grosse Katastrophe wird. Wegen dieser Eigenschaften verwendet die Medizin häufig das mit dem Cortisol verwandte Cortison, um überschiessende Reaktionen zu unterdrücken und Entzündungen zu hemmen.

Körper muss Stress abbauen können

Weiter trägt Cortisol zusammen mit Insulin zur Regulierung des Blutzuckerspiegels bei. Stress braucht viel Energie. Indem es den Blutzuckerspiegel anhebt, sorgt Cortisol dafür, dass dem Körper bei Bedarf rasch und genügend Energie zur Verfügung steht. Biologisch ist das ein sehr sinnvoller Mechanismus: So erhalten wir in einer gefährlichen Situation die nötige Energie, um kämpfen oder fliehen zu können. Heute sind wir stressbedingt aber oft „unter Dauerstrom“ und es fehlt uns die nötige Bewegung („Kampf oder Flucht“), welche den Körper wieder auf ein „normales Betriebsniveau“ herunterfahren würde. Das ist der Grund, weshalb Sport sehr gut geeignet ist, Stress abzubauen und negativen Folgen von Stress vorzubeugen.

Im Burnout ist das Cortisol tief

Die Nebenniere ist nämlich nur während ca. 3 Jahren in der Lage, ständig grosse Mengen an Cortisol zu produzieren. Danach fällt sie in einen Erschöpfungszustand mit raschem Abfallen des Cortisolspiegels. Es ergibt sich das Krankheitsbild des Burnouts, eines Zustands der völligen körperlichen und psychischen Erschöpfung. Mit einem einfachen Test, dem Cortisol-Tagesprofil, kann man erkennen, ob sich ein Mensch noch im Stress (hohes Cortisol) oder schon im Burnout (tiefes Cortisol) befindet.

Cayenne regt Cortisol-Produktion an

Was nun? Burnout-Patienten bedürfen der ärztlichen Begleitung. Sie brauchen Unterstützung in der Akut-Phase, während der Regeneration und bei der nachhaltigen Umstellung ihrer Lebensgewohnheiten. Eine Behandlungsmöglichkeit liegt in der Nahrungsergänzung mit Cayenne-Pfeffer. Die in den Schoten enthaltenen scharfen Substanzen können die Produktion des nun fehlenden körpereigenen Cortisols anregen und dem Patienten so helfen, rascher wieder auf die Beine zu kommen und die nötige Anpassung des Lebensstils in Angriff zu nehmen. Weitere Möglichkeiten der Vitalstoffmedizin sind die Einnahme von Blütenpollen (geben Energie), Coenzym Q10 (zur Vorbeugung gegen Müdigkeit), Moringa (natürliches Multivitamin) oder Aronia.

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Magensäureblocker: alles andere als harmlos

Sie werden massenhaft verschrieben, man nimmt sie oft dauerhaft, sie galten lange als völlig harmlos, doch dieser Ruf kommt jetzt ins Wanken: die Rede ist von Magensäure- oder Protonenpumpenblockern, welche von Patienten mit Sodbrennen oder Reflux eingenommen werden. Zwischen 2000 und 2008 erhöhte sich der Konsum dieser Medikamente zum Beispiel im Kanton Genf um rund 500%. Sie werden zu oft, zu lange, zu oft unnötigerweise und manchmal bereits Kindern verschrieben. Und dies obwohl die Säureblocker bei rund einem Drittel der Patienten ohne jede Wirkung bleiben. Bei einem Reizmagen helfen sie nur in 10 bis 15 Prozent der Fälle und bei einem Reizdarm überhaupt nicht. Trotzdem wird in solchen Fällen oft einfach die Dosis hochgeschraubt.

Niereninsuffizienz und Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Die Protonenpumpenblocker binden an bestimmte Zellen des Magens und hemmen so die Magensäure-Produktion. Weil sie sehr selektiv wirken, galten sie lange als sehr sicher. Doch nun zeigt eine Studie, dass sie bei jahrelanger Einnahme die Nieren schädigen und zu einer chronischen Niereninsuffizienz führen können. Bei einer Langzeittherapie mit Säureblockern kann der Körper die Vitalstoffe Magnesium, Kalzium und Vitamin B12 schlechter aus der Nahrung aufnehmen. Damit erhöht sich das Risiko für Osteoporose und Knochenbrüche. Das Vitamin B12 fehlt bei wichtigen Stoffwechselprozessen. Im nun weniger sauren Magen können gefährliche Bakterien besser überleben und schwerwiegende Magen-Darm-Infektionen auslösen. Schliesslich können Nahrungsmittelunverträglichkeiten entstehen, weil die Nahrung teilweise unverdaut in den Darm gelangt.

Cayenne als Alternative

Sodbrennen und ein starker Rückfluss von säurehaltigem Mageninhalt in die Speiseröhre (saures Aufstossen, Reflux) sind schmerzhaft und unangenehm. Betroffene schlafen schlecht und sind in ihrer Lebensqualität eingeschränkt. Nichts dagegen tun, ist also keine Option. Glücklicherweise hält die Natur sanftere und nebenwirkungsfreiere Möglichkeiten bereit, um den Magen zu schützen, z.B. Cayenne-Pfeffer. Statt die Säureproduktion zu blockieren, kurbelt das scharfe Cayenne die Produktion der schützenden Schleimschicht auf der Magenschleimhaut an. So hat man beides: einen sauren Magen, wie er zur Verdauung und zur Abwehr unerwünschter Bakterien notwendig ist und eine von mehr Schleim geschützte  Magenschleimhaut. Der Magen wird ruhiger, verkrampft sich weniger, ist vor übermässiger Säure geschützt und lässt die Speiseröhre in Ruhe.

Langsam umstellen

Wichtig ist, die Säureblocker nicht sofort abzusetzen, sondern langsam auszuschleichen. Sonst wird wegen einem Feedback-Mechanismus die Säure-Produktion des Magens plötzlich übermässig gesteigert. Dieser Rebound-Effekt tritt bereits nach achtwöchiger Einnahme auf. Umgekehrt kann man auch die Dosis des Cayenne-Pfeffers langsam steigern und z.B. zuerst nur eine Kapsel zusammen mit dem Essen einnehmen und so gewissermassen verdünnen. Bei guter Verträglichkeit kann man auf zwei Kapseln hochgehen und diese jeweils nach dem Essen einnehmen. Statt Kapseln einzunehmen, kann man auch seine Mahlzeiten sehr kräftig mit Cayenne-Pfeffer würzen, das ist jedoch nicht jedermanns Sache.

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