Vitalstoffmedizin Blog

Neues aus der Welt der Vitalstoffe und Beobachtungen aus meiner Praxis

Vitalstoffe bei Autoimmunkrankheiten

Das Immunsystem

Unser Immunsystem ist höchst komplex, schlicht ein Wunder, es sichert unser Überleben im Kampf gegen die unzähligen Krankheitserreger, mit denen wir tagtäglich in Kontakt kommen können. Sehr kurz erklärt unterscheiden wir das angeborene und erworbene Immunsystem. Wie die Namen schon gut verraten, ist das erste von Geburt an da und kann sehr schnell und effektiv in Aktion treten. Das andere ist sehr wandelbar, passt sich laufend an und entwickelt sich weiter, es kann sich neue Erreger «merken» und beim nächsten Kontakt schnell abwehren. Das erworbene Immunsystem muss sich schnell an immer wieder neue Erreger anpassen, da das angeborene Immunsystem das nicht kann.

Autoimmunkrankheiten

Eine Autoimmunerkrankung ist nun eine chronische Fehlregulation des Immunsystems. Immunzellen greifen fälschlicherweise körpereigene, gesunde Zellen und Gewebe an. Das betroffene Gewebe nimmt massiven Schaden und wird teilweise sogar ganz zerstört. Autoimmunerkrankungen können sich auf ein bestimmtes Organ beschränken oder auch mehrere Organsysteme befallen. Grundsätzlich kann jedes Gewebe betroffen sein, z.B. die Haut (Psoriasis), der Magen-Darmtrakt (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa), das Zentrale Nervensystem (Multiple Sklerose), Knorpel und Gelenke (Rheumatoide Arthritis, früher Polyarthritis), Bauchspeicheldrüse (Diabetes Typ I), Schilddrüse (Hashimoto Thyreoiditis), um nur einige zu nennen, es gibt über 100 verschiedene Autoimmunkrankheiten! Gemeinsam ist ihnen die Fehlsteuerung des Immunsystems und daraus resultierende Entzündungen, Reizungen und Schwellungen.

Schulmedizin

Doch wieso kommt das Immunsystem dazu, sich gegen den eigenen Körper zu richten? Fachleute nennen den Einfluss von Infektionen, Schwangerschaft, Impfungen, aber auch genetische Faktoren als mögliche Ursachen und Auslöser.
In der Schulmedizin kann eigentlich nur eine symptomatische Therapie durchgeführt werden, je nach betroffenem Organ durch den jeweiligen Facharzt, z.B. mit schmerz- und entzündungshemmenden oder sogar immunsuppressiven Medikamenten (die wichtige Funktion des Immunsystems wird heruntergeschraubt mit allen Konsequenzen!) oder durch Ersatz an Hormonen, die der Körper durch die Schädigungen in Drüsengewebe nicht mehr selbst produzieren kann.
Bekannterweise haben diese Medikamente, speziell die schmerz- und entzündungshemmenden und immunsuppressiven, sehr viele Nebenwirkungen und oft leiden die PatientInnen trotzdem stark an den Folgen der Krankheiten!

Doch was gibt es für alternative Möglichkeiten?

Ich möchte Sie ermutigen! Sie haben die Möglichkeit, diese Attacken zu mildern. Das ist natürlich abhängig von der Dauer und Aggressivität der Erkrankung. Bestehen schon dauerhafte Organschäden, müssen lebenslänglich Medikamente zur Unterstützung z. B. der Schilddrüse eingenommen werden.

In der Vitalstoffmedizin gehen wir davon aus, dass Probleme im Darm, insbesondere ein Leaky Gut, ein durchlässiger Darm, Ursache für die Entstehung für Autoimmunkrankheiten sind. Für ein gutes Verständnis der Zusammenhänge lesen Sie hier am besten gerade zuerst noch den Bericht «Leaky Gut» in der Rubrik «Wirkstoffe»!
Wenn wir verstehen, dass rund 70% unseres Immunsystems im Darm lokalisiert ist, die vielen Interaktionen von dort gesteuert werden und dass ein gut ausbalanciertes Mikrobiom (Darmflora) Voraussetzung dafür ist, macht eine Behandlung des Darms wirklich Sinn. Dafür empfehle ich eine Darmsanierung bestehend aus verschiedenen Wirkstoffen, die sich ergänzen.

Darmsanierung

Das eine Standbein einer Darmsanierung ist eine spezielle Vulkanerde namens Klinoptilolith (z.B. Toxaprevent), die vom Körper nicht aufgenommen wird, sondern den Verdauungstrakt durchwandert und dabei verschiedene Giftstoffe z. B. Toxine, Histamin sowie Schwermetalle, wie ein Schwamm aufsaugt. Es sollte mindestens sechs Monate eingenommen werden (3xtgl 2Kps).
Gleichzeitig empfehle ich ein Präparat (Neovital), das einerseits eine hohe Konzentration an bestimmten Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen (Vitamin C, Vitamin B12, Querzetin, Vitamin E, Folsäure, Beta-Carotin) enthält, andererseits aber auch über ein spezielles Transportsystem verfügt, welches es ermöglicht, dass eine Aufnahme auch in geschädigten Darmzotten möglich ist und sogar deren Heilung fördert. Dieses wird täglich für zwei Monate eingenommen.
Nach diesen zwei Monaten empfiehlt es sich, das Mikrobiom aufzubauen, dies gelingt mit hochwertigen Probiotika oder Fermenten, welche mindestens vier Monate eingenommen werden sollten, um den Darm und das Immunsystem optimal zu unterstützen.
Dazu dient während der ganzen Zeit zur Ergänzung, um Entzündungsprozesse zu mildern, ein gutes Kurkuma-Produkt, das unbedingt eine geeignete Menge an schwarzem Pfeffer zur verbesserten Aufnahme im Darm enthalten sollte (3xtgl 1Kps).

Aufbau des Immunsystems

Selbstverständlich sollte nun auch noch dringend das Immunsystem sehr aktiv unterstützt werden. Es gibt ein gutes Produkt (Immuno Vida), welches einen speziellen Botenstoff enthält, welcher die Makrophagen aktiviert (das sind die grössten Zellen des Immunsystems, sie können Erreger und kranke Zellen «fressen»). So wird das Immunsystem entscheidend unterstützt (2 Kps/Woche sind ausreichend). Diese Therapie kann, auch wenn es widersprüchlich erscheint, gleichzeitig mit einer Therapie mit Immunsuppressiva kombiniert werden!
Zudem helfen «hochdosiertes» Vitamin D3 (5000IE/Tag) und hochwertige Omega-3-Fettsäuren (1g aus Fischöl oder 400mg aus Krill) das Immunsystem zusätzlich zu unterstützen.
Auch ein guter Aronia-Extrakt (nicht Trester!) unterstützt den Körper mit seinem hohen OPC-Gehalt zusätzlich (3x1Kps/Tag).

Im «Webdoktor» finden Sie Therapieschemas (Darmsanierung und Immunsystem), die das Ganze noch grafisch darstellen.

Ernährung

Gleichzeitig ist es sehr wichtig, die Ernährung bei Autoimmunkrankheiten unter die Lupe zu nehmen. Ich empfehle eine glutenfreie Ernährung, da Gluten sehr schwer verdaulich ist und Probleme im Darm verursachen kann, auch wenn keine Zöliakie bekannt ist. Ein sonst schon «überstrapaziertes» Immunsystem wird durch das Weglassen des Glutens entlastet. Achten Sie dafür auf einen hohen Konsum an frischen Gemüsen, Früchten und Beeren aus biologischem Anbau und verzichten Sie auf Zucker und Fertigprodukte.

Was kann man von einer solchen Behandlung erwarten?

Wichtig zu wissen ist, dass einmal zerstörtes Gewebe nicht wiederhergestellt werden kann. Das heisst, dass z.B. bei einer Hashimoto Schilddrüse ein Hormonersatz weiterhin erforderlich ist und bleibt. Aber eine Besserung der Beschwerden und somit eine bessere Lebensqualität können erwartet werden. Auch Menschen mit Autoimmunkrankheiten wie Morbus Crohn, Multiple Sklerose oder rheumatoide Arthritis profitieren sehr oft von grossen Verbesserungen ihrer Beschwerden. In jedem Fall benötigt es aber Geduld, denn anders als viele Medikamente, benötigen die Vitalstoffe einige Zeit (Monate), um ihre Wirkung zu entfalten, dafür zeigen sie aber keine Nebenwirkungen, weil es sich um Mikronährstoffe handelt, die der Körper dringend braucht

 

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Das Leaky Gut Syndrom

Der Darm spielt eine wichtige Rolle im Immunsystem, ist eng mit dem Gehirn verbunden, beherbergt mit dem Mikrobiom eine Vielzahl kleiner Helfer und kann unsere Stimmung beeinflussen. Bei so vielen Aufgaben ist es nicht weiter verwunderlich, dass eine Darmstörung wie das Leaky Gut Syndrom mitverantwortlich sein kann für zahlreiche Krankheitsbilder.

Rigoroser Schutz vor äusseren Einflussen

Die Darmwand wird durch eine Schleimschicht vor schädlichen Umwelteinflüssen wie Bakterien, Viren oder Schadstoffen geschützt. Darunter liegen die Schleimhautzellen, die eng miteinander verbunden sind. Ist die Schleimhaut intakt, nimmt der Körper in fein regulierten Prozessen aktiv und gezielt Nährstoffe aus der Nahrung auf (Absorption). Unverdauliche Nahrungsbestandteile und andere unerwünschte Stoffe hingegen verbleiben im Darm und werden ausgeschieden.

Beim Leaky Gut Syndrom ist die Schleimhaut beschädigt und wird durchlässiger. Zwischen den Schleimhautzellen entstehen Lücken und der Darm wird undicht oder leck. Zusammen mit anderen Faktoren (genetische Veranlagung, Umwelteinflüsse) können daraus vielfältige Beschwerden, Störungen oder Erkrankungen entstehen.

Löchriger Darm führt zu fataler Spirale

Die Ursachen für ein Leaky Gut Syndrom sind vielfältig. Am Anfang kann eine Infektion durch Bakterien, Viren, Pilze oder Parasiten stehen. Ein weiterer Auslöser sind Medikamente (z.B. Antibiotika, Schmerzmittel), aber auch Gifte wie Nikotin, Alkohol, Schwermetalle und andere Umweltschadstoffe. Ebenfalls eine Rolle spielt die Ernährung (zuckerreiches Essen, viele gesättigte Fettsäuren). Ist die Darmschleimhaut erst einmal undicht geworden, können sich chronische Immunreaktionen auf bestimmte Lebensmittel entwickeln und so eine fatale Spirale in Gang setzen. Diese Immunreaktionen schwächen und beschädigen die Schleimhaut nämlich zusätzlich.

Zusammenhang mit bis zu 120 Autoimmun-Erkrankungen

Ein Leaky Gut Syndrom kann chronische Verdauungsbeschwerden wie Durchfall, Verstopfung, Blähungen, Krämpfe oder Reizdarm bewirken. Es kann zu Fehlregulationen des Immunsystems kommen oder die Entstehung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa begünstigen. Durch die beschädigte Schleimhaut werden vermehrt Umweltschadstoffe, Bakterien und andere Stoffe ins Blut aufgenommen, die nicht dorthin gehören. Experten vermuten weiter, dass bis zu 120 Autoimmun-Erkrankungen mit einer beschädigten Darmschleimhaut zusammenhängen könnten.

Behandlung ist mögilch

Eine Therapie erfolgt immer aufgrund der individuell erhobenen Befunde. Fast immer notwendig ist eine Ernährungsumstellung, die Gabe von Prä- und Probiotika sowie eine ergänzende Verabreichung von Vitalstoffen.

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Morbus Crohn, chronische Darmkrankheit

Definition Morbus Crohn

Bei dieser heimtückischen Krankheit handelt es sich um eine chronische Entzündung, die herdweise auftreten kann von der Mundhöhle bis zum Enddarm, aber den Dünndarm bevorzugt. Die Ursache ist unklar, die Krankheit wird aber allgemein als autoimmun eingestuft, das heisst der Körper bildet Antikörper gegen das eigene Gewebe.

Symptome bei Morbus Crohn

Die betroffenen Morbus Crohn Patienten leiden vor allem unter Bauchschmerzen und Durchfall, der auch blutig-schleimig sein kann, Appetitverlust, Müdigkeit, Blutarmut und Gelenkschmerzen. Weil im entzündeten Darm kein Eisen aufgenommen wird, führt es langfristig zu Anämie (Blutarmut). Bei chronischen Darmentzündungen können die Nährstoffe grundsätzlich nicht richtig resorbiert werden, darum sind die Patienten oft müde. (Vitalstoffmangel) 

Diagnosestellung

Die Diagnose von Morbus Crohn wird primär durch eine Darmspiegelung gestellt. Chronischer Durchfall muss in jedem Fall abgeklärt werden.

Ursache

Nach meiner Erfahrung spielen beim Morbus Crohn fast immer Nahrungsmittelunverträglichkeiten des Allergie Typs III eine wichtige Rolle. Von vielen Ärzten und Allergologen wird dieser Allergie Typ nicht anerkannt, meine Ergebnisse sprechen aber zum Glück eine andere Sprache.

Nahrungsmittel und natürliche Produkte gegen Beschwerden

Werden die nicht vertragenen Nahrungsmittel gemieden, geht es meistens schon rasch besser. Die Entzündung im Darm kann zusätzlich mit Klinoptilolith, Kurkuma Vida Kapseln und Aronia Extrakt behandelt werden. Im akuten Morbus Crohn Schub dürfen keine blähenden Nahrungsmittel gegessen werden, sobald die Entzündung aber abgeklungen ist, sind ballaststoffreiche Nahrungsmittel  umso wichtiger.

Behandlung von Morbus Crohn

Die schulmedizinische Behandlung von Morbus Crohn besteht vorwiegend in der Gabe von Cortison und Immunsuppressiva. Bessert sich der Zustand trotzdem nicht, werden die am meisten entzündeten Darmabschnitte operativ entfernt. Die Krankheit ist damit aber nicht geheilt, sondern schreitet an andern Darmabschnitten weiter. Ich rate wenn immer möglich von einer Operation ab.

 

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