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Restless Legs Syndrom

Kribbelnde Beine? Was tun bei Restless Legs Syndrom

Das Restless Legs Syndrom, abgekürzt RLS, ist eine häufige neurologische Erkrankung. Betroffene leiden unter unruhigen Beinen, seltener auch Armen, meist am Abend und in Ruhe. Man schätzt, dass bis zu 10% der Bevölkerung davon betroffen sind.

Starker Bewegungsdrang

Patienten mit RLS beschreiben ein kribbelndes, brennendes, stechendes, klopfendes oder brodelndes Gefühl in den Beinen, das zumeist in den Abendstunden auftritt. Dieses ist immer begleitet von einem Bewegungsdrang, der durch Ruhe noch verstärkt wird, z.B. wenn man abends im Bett liegt. Die Beschwerden verschlimmern sich am Abend und in der Nacht. Sehr oft leiden Betroffene deshalb an Einschlaf- und Durchschlafstörungen.

Oft liegt es in der Familie

Die genaue Ursache ist unklar. Vermutet wird eine Störung von mehreren Neurotransmittern (Überträger- und Botenstoffe im Nervensystem). Dabei spielt auch die familiäre Veranlagung eine Rolle. Eine weitere Ursache könnte ein latenter Eisenmangel im Gehirn sein, weshalb empfohlen wird, den Eisenstoffwechsel untersuchen zu lassen. Auch andere Erkrankungen wie z.B. Diabetes mellitus oder Schilddrüsenfunktionsstörungen müssen ausgeschlossen werden können, da sie zu ähnlichen Symptomen führen können. Typischerweise sind mehr Frauen als Männer betroffen. Das Restless Legs Syndrom tritt meist in einem Alter ab 35 Jahren auf. Es können aber auch schon Kinder oder Jugendliche erkranken. Beachtet werden muss, dass es Medikamente gibt, die ein RLS verschlechtern können, wie bestimmte Antidepressiva.

Von Magnesium bis CBD-Tropfen

Das Restless-Legs-Syndrom lässt sich meist gut behandeln. Vielen Patienten hilft die Einnahme von Magnesium, zum Beispiel in Form von Kapseln. Ebenfalls helfen können essenzielle Aminosäuren (ca. 8-10 Presslinge am Abend). Ist ein Eisenmangel die Ursache, muss dieser angegangen werden, etwa mit Aronia und Moringa oder mit Eisenpräparaten. Vermutet man Medikamente als Auslöser, müssen diese reduziert oder abgesetzt werden – immer in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt. Die schulmedizinische, medikamentöse Therapie des RLS ist rein symptomatisch, kann also die Erkrankung nicht heilen, sondern nur deren Symptome lindern. Zum Einsatz kommen Medikamente, die in den Dopamin-Stoffwechsel eingreifen. Stehen Schlafstörungen im Vordergrund, werden schlaffördernde und muskelentspannende Medikamente verschrieben. In diesem Zusammenhang sind CBD-Tropfen sehr wohl ein Versuch wert.

RLS ganzheitlich angehen

Aus Sicht einer integrativen Medizin lassen sich die folgenden Empfehlungen ausprobieren:

  • Tägliches Stretching hat sich als hilfreich erwiesen. Experimentieren Sie mit Velofahren, Treppensteigen, Massagen etc. Oft muss die Beinschwäche überwunden werden, bevor man körperlich aktiv werden kann.
  • Ernährung: Achten Sie auf eine Eisen-, Folsäure- und Vitamin-B12-haltige Kost. Verzichten Sie abends auf schwere Mahlzeiten.
  • Versuchen Sie einen regelmässigen Tag-Nacht-Rhythmus einzuhalten und achten Sie auf eine gute Schlafhygiene.
  • Geistige Aktivitäten wie Spiele, Kreuzworträtsel, Bewegungen mit den Händen (z.B. Handarbeiten) können helfen, sich abzulenken und die zuckenden Bewegungen zu reduzieren
  • Manchen hilft es, vor dem Schlafengehen ein warmes (Fuss-)Bad zu nehmen und auch im Bett die Füsse warm einzupacken, andere duschen die Beine kalt ab oder reiben die Waden mit einer kühlenden Salbe ein.
  • Testen Sie, ob das Weglassen von Nikotin, Alkohol, Koffein und leider auch Schokolade hilft.
  • Achten Sie auf eine genügende Versorgung mit Magnesium und probieren Sie aus, ob Ihnen essenzielle Aminosäuren oder CBD-Tropfen helfen.

Wir wünschen allen ruhige Beine und einen erholsamen Schlaf!

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