Schriftgröße: +

Magensäureblocker erhöhen Herzinfarkt- und Demenz-Risiko

Magensäureblocker erhöhen Herzinfarkt- und Demenz-Risiko

Auch heute noch werden sie oft verschrieben: die sogenannten Magensäureblocker, auch PPIs (Protonenpumpen-Inhibitoren) genannt.

Menschen mit Sodbrennen oder solche mit Reflux sind die klassischen Patienten dafür – häufig aber auch Patienten mit Reizmagen und -darm. Die Medikamente sollen die Magensäureproduktion drosseln und so den Patientinnen und Patienten Erleichterung verschaffen. Leider tritt ihre Wirkung aber oft nicht wie erwünscht ein und tragischerweise wird deshalb häufig die Dosis oft unhinterfragt erhöht und die Einnahmedauer verlängert.

16% erhöhtes Risiko für Herzinfarkt

In diesem Blogbeitrag werden bereits einige negative Auswirkungen der dauerhaften Einnahme von Magensäureblockern/PPIs beschrieben. Der Neurologe David Perlmutter macht auf zwei weitere gravierende Folgen der langanhaltenden Einnahme von Magensäureblockern aufmerksam: Für eine Studie der Stanford University1)aus dem Jahr 2015 wurden die medizinischen Daten von 3 Millionen Menschen ausgewertet. Fazit: Das Herzinfarktrisiko bei Patienten mit anhaltendem PPI-Konsum stieg um 16%!

44% erhöhtes Risiko für Demenz

Eine zweite Studie aus dem Jahr 20162)beobachtete während ca. fünfeinhalb Jahren 70'000 Senioren (75-jährig oder älter; zu Beginn der Studie ohne dementielle Erkrankung). Ergebnis: Bei Menschen, die regelmässig Magensäureblocker schluckten, stieg das Risiko, an Demenz zu erkranken, um 44%!

Cayenne-Pfeffer als Alternative

Diese Fakten sprechen eine deutliche Sprache. Aber: Gibt es eine Alternative zu den PPIs? Ja, es gibt sie. Die Natur hält sie für uns bereit: Cayenne-Pfeffer, genauer gesagt das darin enthaltene Capsaicin. Dieses kurbelt die Schleimproduktion für die schützende Schleimschicht über der Magenschleimhaut an, anstatt die Magensäureproduktion (mit all den daraus resultierenden negativen Folgen) zu drosseln. Wichtig ist jedoch ein langsames Ausschleichen der Magensäureblocker! (Siehe auch Link oben.)

1)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4462578/

Proton Pump Inhibitor Usage and the Risk of Myocardial Infarction in the General Population

2) https://jamanetwork.com/journals/jamaneurology/fullarticle/2487379

Association of Proton Pump Inhibitors With Risk of Dementia

The winner is… Artemisia!
Restless Legs Syndrom

Related Posts

By accepting you will be accessing a service provided by a third-party external to https://www.vitalstoffmedizin.ch/

Vitalstoffmedizin
Wer kennt sie nicht, die lästigen kleinen aber schmerzhaften Fieberbläschen in der Mundhöhle oder an den Lippen. Ca. 90% der Gesamtbevölkerung tragen das Herpes simplex Virus in sich, darum können die...
Vitalstoffmedizin
Neue Studien weisen darauf hin, dass Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen geholfen werden kann, indem man zuerst ihren Darm in Ordnung bringtAutismus-Spektrum-Störungen (ASS) Der Begriff «Autismus...
Vitalstoffmedizin
Vitaler Kickstart in den FrühsommerDer Mai ist da! Doch während die Bäume schon kräftig ausschlagen, hängen Sie noch ein wenig in den Seilen? Keine Bange, denn da lässt sich etwas nachhelfen.Von...
Vitalstoffmedizin
Abnehmen – aber wie?Übergewicht als weltweites ProblemWeltweit sind geschätzte 2 Milliarden Menschen übergewichtig. Das ist rund ein Viertel der Weltbevölkerung. In der Schweiz waren es 2012 über 40 P...
Vitalstoffmedizin
Chronische MüdigkeitUnzählige Menschen fühlen sich abnormal müde und würden am liebsten schon am Nachmittag ins Bett steigen. Wer sich mit diesem Symptom beim Arzt meldet, wird trotz gründlicher Unter...