Vitalstoffmedizin Blog

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Das Leaky Gut Syndrom

Der Darm spielt eine wichtige Rolle im Immunsystem, ist eng mit dem Gehirn verbunden, beherbergt mit dem Mikrobiom eine Vielzahl kleiner Helfer und kann unsere Stimmung beeinflussen. Bei so vielen Aufgaben ist es nicht weiter verwunderlich, dass eine Darmstörung wie das Leaky Gut Syndrom mitverantwortlich sein kann für zahlreiche Krankheitsbilder.

Rigoroser Schutz vor äusseren Einflussen

Die Darmwand wird durch eine Schleimschicht vor schädlichen Umwelteinflüssen wie Bakterien, Viren oder Schadstoffen geschützt. Darunter liegen die Schleimhautzellen, die eng miteinander verbunden sind. Ist die Schleimhaut intakt, nimmt der Körper in fein regulierten Prozessen aktiv und gezielt Nährstoffe aus der Nahrung auf (Absorption). Unverdauliche Nahrungsbestandteile und andere unerwünschte Stoffe hingegen verbleiben im Darm und werden ausgeschieden.

Beim Leaky Gut Syndrom ist die Schleimhaut beschädigt und wird durchlässiger. Zwischen den Schleimhautzellen entstehen Lücken und der Darm wird undicht oder leck. Zusammen mit anderen Faktoren (genetische Veranlagung, Umwelteinflüsse) können daraus vielfältige Beschwerden, Störungen oder Erkrankungen entstehen.

Löchriger Darm führt zu fataler Spirale

Die Ursachen für ein Leaky Gut Syndrom sind vielfältig. Am Anfang kann eine Infektion durch Bakterien, Viren, Pilze oder Parasiten stehen. Ein weiterer Auslöser sind Medikamente (z.B. Antibiotika, Schmerzmittel), aber auch Gifte wie Nikotin, Alkohol, Schwermetalle und andere Umweltschadstoffe. Ebenfalls eine Rolle spielt die Ernährung (zuckerreiches Essen, viele gesättigte Fettsäuren). Ist die Darmschleimhaut erst einmal undicht geworden, können sich chronische Immunreaktionen auf bestimmte Lebensmittel entwickeln und so eine fatale Spirale in Gang setzen. Diese Immunreaktionen schwächen und beschädigen die Schleimhaut nämlich zusätzlich.

Zusammenhang mit bis zu 120 Autoimmun-Erkrankungen

Ein Leaky Gut Syndrom kann chronische Verdauungsbeschwerden wie Durchfall, Verstopfung, Blähungen, Krämpfe oder Reizdarm bewirken. Es kann zu Fehlregulationen des Immunsystems kommen oder die Entstehung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa begünstigen. Durch die beschädigte Schleimhaut werden vermehrt Umweltschadstoffe, Bakterien und andere Stoffe ins Blut aufgenommen, die nicht dorthin gehören. Experten vermuten weiter, dass bis zu 120 Autoimmun-Erkrankungen mit einer beschädigten Darmschleimhaut zusammenhängen könnten.

Behandlung ist mögilch

Eine Therapie erfolgt immer aufgrund der individuell erhobenen Befunde. Fast immer notwendig ist eine Ernährungsumstellung, die Gabe von Prä- und Probiotika sowie eine ergänzende Verabreichung von Vitalstoffen.

Der Darm – ein unterschätztes Organ
Krankmachende Antidepressiva

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