Vitalstoffmedizin Blog

Neues aus der Welt der Vitalstoffe und Beobachtungen aus meiner Praxis

Gicht - auch Urikopathie oder Arthritis urica

Gicht - auch Urikopathie oder Arthritis urica

Was ist eigentlich Gicht?

Die Gicht wird den Krankheiten des rheumatischen Formenkreises zugeordnet und zählt zu den schmerzhaftesten Formen von Rheuma. Es handelt sich um eine entzündliche Gelenkserkrankung, die in Schüben verläuft. Häufig befällt sie zu Beginn das Grundgelenk der grossen Zehe, aber auch andere Gelenke und Weichteile können betroffen sein. Die zentrale Rolle zur Entstehung der Gicht ist ein erhöhter Harnsäurespiegel im Blut, eine sogenannte Hyperurikämie. Gicht sollte deshalb nicht mit Arthrose verwechselt werden, was z.B. bei schmerzhaften Fingergelenken oft geschieht.
Nur wenn eine Hyperurikämie vorliegt, handelt es sich um Gicht.

Hyperurikämie
Steigt die Harnsäurekonzentration über einen gewissen Wert, beginnt sich die Harnsäure auszukristallisieren und kann sich als scharfkantige Harnsäurekristalle an Gelenken, Schleimbeuteln und im gelenknahen Bindegewebe ablagern. Das führt dann zur Entzündung und den starken Schmerzen. Ein Gelenk wird beim akuten Gichtanfall ohne eine Verletzung oder eine andere nachvollziehbare Ursache hochschmerzhaft, geschwollen und heiss.

Wer ist betroffen?
Von Gicht betroffen sind deutlich mehr Männer als Frauen. Etwa 80% der Gichtbetroffenen sind männlich. Frauen sind zumindest bis zur Menopause weitgehend durch die weiblichen Geschlechtshormone gegen die Krankheit geschützt. So kommt es, dass Männer oft in ihrer Lebensmitte von einem ersten Gichtschub ereilt werden, während dies bei Frauen meist erst in ihren Sechzigern geschieht.

Was sind Auslöser?
Klassische Auslöser für einen (meist nächtlichen) Gichtanfall sind ein üppiges Essen mit viel Fleisch, Fisch oder Meeresfrüchten. Dies ist aber dann nur der sogenannte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat, denn die Gicht beziehungsweise die Hyperurikämie hat sich vorher schon länger unbemerkt im Körper zu schaffen gemacht.

Was treibt den Harnsäurespiegel in die Höhe?
Eine zentrale Rolle spielen dabei die Purine. Purine sind Bausteine der Erbsubstanz (DNA) in den Zellkernen. Purine gelangen einerseits durch die Ernährung in den Körper, andererseits stammen sie aus dem körpereigenen Zellabbau. Purine werden im Stoffwechsel zu Harnsäure umgewandelt.
Bei der Gicht handelt es sich um eine Purin-Stoffwechselerkrankung.

Purinhaltige Nahrungsmittel einschränken
Tierische Nahrungsmittel sind purinreicher als pflanzliche. Eine wichtige Massnahme nach einem ersten Gichtanfall, oder natürlich bestenfalls schon zur Vorbeugung (wenn Gicht z.B. in der Verwandtschaft gehäuft auftritt), ist also, vor allem den Fleischkonsum einzuschränken. Anzuraten ist das völlige Verzichten auf Schweinefleisch, Wurstwaren und Innereien.
Aber auch Milchprodukte und Fisch sollten reduziert werden. Protein aus Hülsenfrüchten ist bei Gicht sicher besser als das aus tierischen Produkten, sollte aber auch in Massen gegessen werden.

Aminosäuren
Natürlich braucht der menschliche Organismus Protein, aus welchen Quellen sollte er dieses bei den oben erwähnten Einschränkungen also bekommen?
Ich kann hier die Einnahme von hochwertigen Aminosäuren als Nahrungsergänzung empfehlen. Aminosäuren bilden in langkettigen Verbindungen die Proteine, sind also deren Bausteine. Bereits aufgespalten in die Bausteine, können sie vom Körper schnell aufgenommen und verwertet werden und dies ohne den Organismus, vor allem Niere und Leber, zu belasten. Aminosäuren, die der Körper benötigt, jedoch nicht selbst herstellen kann, werden essentielle Aminosäuren genannt (oder auch EAA - Essential Amino Acids). Folgende Aminosäuren gehören dazu: Leucin, Valin, Isoleucin, Lysin, Phenylalanin, Threonin, Methionin und Tryptophan.
Es gibt eine riesige Auswahl an Aminosäuren-Produkten auf dem Markt. Achten Sie darauf, dass die acht essentiellen Aminosäuren rein, frei und kristallin und aus biologischer und veganer Herkunft und frei von Zusatzstoffen sind. Am besten geeignet sind sogenannte Presslinge, von welchen täglich morgens rund 5g eingenommen werden sollten.

Natürliche Schmerzmittel zum Einreiben
Schmieren und salben hilft allenthalben … sagt ein bekanntes Sprichwort. Hat man dann noch ein hochwertiges und naturnahes Gelenköl zur Hand, trifft es umso mehr zu. Gelenköle mit Arnika, Johanniskraut und CBD wirken schmerzlindernd und entzündungshemmend und können bedenkenlos mehrmals täglich auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Die Wirkkraft ist durchaus mit der gängiger Schmerzsalben mit chemischen Wirkstoffen zu vergleichen und im Gegensatz zu diesen frei von Nebenwirkungen.

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Planzliche Bakterienkiller – eine Alternative zu herkömmlichen Antibiotika

Planzliche Bakterienkiller – eine Alternative zu herkömmlichen Antibiotika

Herkömmliche Antibiotika
Ein Antibiotikum (griech. anti – gegen / bios – Leben) im ursprünglichen Sinn ist ein natürlich gebildetes Stoffwechselprodukt von Bakterien oder Pilzen, welches das Wachstum anderer Mikroorganismen (Bakterien) hemmt oder abtötet.
Heutzutage werden auch antimikrobielle Substanzen eingesetzt, die in der Natur nicht vorkommen, die teilsynthetisch, vollsynthetisch oder gentechnisch hergestellt werden.
Die Erfindung der Antibiotika vor rund 100 Jahren war eine der bedeutendsten in der Medizingeschichte und hat seither viele Leben gerettet und Krankheitsverläufe massiv verkürzt und abgeschwächt.
Mit dem Penicillin begann eine Erfolgsgeschichte in der Medizin und die Erfolge führten zur Suche und Entdeckung vieler weiterer Antibiotika.
Doch diese wurden leider über Jahrzehnte zu grosszügig eingesetzt, deshalb kämpfen die Mediziner heute mit dem schwerwiegenden Problem der Antibiotika-Resistenzen.

Carvacrol
Doch auch heute noch können Wirkstoffe in der Natur gefunden oder neu entdeckt werden. Mehr und mehr besinnt man sich wieder darauf.
Carvacrol zum Beilspiel ist ein sekundärer Inhaltsstoff, der zur Gruppe der Phenole gehört. Als Aromat ist der Stoff Bestandteil von ätherischen Ölen, die zum Beispiel im Thymian (Thymus vulgaris), Oregano (Origanum vulgare), Bohnenkraut und anderen Pflanzen vorkommen.
Der therapeutische Nutzen von Carvacrol ist die antibiotische, antimykotische (pilzhemmende) und antiphlogistische (entzündungshemmende) Wirkung.
Carvacrol ist in der Lage das Wachstum verschiedener Bakterienarten (u.a. Escheria coli, Staphylococcus aureus) zu hemmen, diese Eigenschaft ist ferner auf die Zerstörung der Zellmembran dieser Bakterien zurückzuführen.

Berberin
Berberin ist ein Alkaloid aus der Gruppe der Isochinolinalkaloide. Es kommt unter anderem in der Berberitze (Berberis vulgaris), die dem Alkaloid den Namen gab, vor. Berberin weist eine leuchtend gelbe Färbung auf und wurde im alten China einerseits zu medizinischen Zwecken als auch als Textilfarbe verwendet.
Berberin weist eine lange Reihe verschiedener Wirkungen auf, was uns hier am meisten interessiert, ist seine entzündungshemmende, immunmodulierende und antibakterielle Wirkung. Berberin wirkt auf viele Keime antimikrobiell, selbst auf MRSA (Multiple-resistant Staphylococcus aureus).

Keine Nebenwirkungen
Warum also bei bakteriellen Infekten nicht vermehrt wieder in die Schatzkiste der Natur greifen? Produkte, welche z.B. Oregano, Thymian und Berberitze enthalten, haben eine durchaus positive Wirkung im Kampf gegen solche Infekte, insbesondere der oberen Atemwege.
Ganz im Gegensatz zu den herkömmlichen Antibiotika, welche oft mit Nebenwirkungen wie Durchfall oder Übelkeit einhergehen, sind bei den natürlichen Wirkstoffen Berberin und Carvacrol keine nennenswerte Nebenwirkungen bekannt!
Der Wirkungseintritt ist nicht ganz so rasant wie bei herkömmlichen Antibiotika.
Dafür werden bei der Einnahme von Antibiotika auch die für unseren Organismus und unser Immunsystem immens wichtigen «guten» Darmbakterien angegriffen. Bis das sogenannte Mikrobiom (Darmflora) wieder hergestellt ist, können Monate vergehen!
Dieses Problem haben wir bei den natürlichen Wirkstoffen nicht, was ein grosser Pluspunkt ist.

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Vitamin D hat eine Wirkung auf nahezu alle Bereiche des Körpers!

Vitamin D hat eine Wirkung auf nahezu alle Bereiche des Körpers!

Das Sonnenvitamin
Wenn wir an der Sonne sind, wird in unserer Haut Vitamin D3 gebildet, welches anschliessend zu Vitamin D umgewandelt wird. An einem sonnigen Sommertag sollte der Tagesbedarf dadurch theoretisch gedeckt sein. Doch viele Faktoren beeinflussen die Bildung von Vitamin D3 in der Haut; z.B. der Sonnenstand, die Höhe über dem Meer, das Wetter usw. Auch schon Fensterglas absorbiert z.B. nahezu alle nötigen UV-B-Anteile im Sonnenlicht. Sonnencreme ist wichtig, um Sonnenbrand zu verhindern, behindert aber leider auch die Vitamin-D3-Produktion massiv. Alles was sich also zwischen die Sonne und die Haut schiebt, vermindert oder verunmöglicht die Vitamin-D-Bildung in der Haut. In den Wintermonaten sind allfällige Vitamin-D-Reserven im Körper und die Nahrung die alleinigen natürlichen Quellen hierzulande. Der nötige Bedarf kann so unmöglich gedeckt werden. Man kann davon ausgehen, dass mindestens 70% der Schweizer Bevölkerung einen Mangel an Vitamin D aufweisen.

Vitamin D hat eine Wirkung auf nahezu alle Bereiche des Körpers  
In der Schulmedizin wird dem Vitamin D3 im ersten Lebensjahr eines Kindes Beachtung geschenkt zur guten Ausbildung von Knochen und Zähnen und weil das Kind dann noch nicht an die Sonne soll. Dann erst wieder im höheren Alter zur Behandlung brüchiger Knochen (Osteoporose) und zur Prophylaxe von Knochenbrüchen bei Stürzen im Alter. Fast könnte man meinen, dass der menschliche Körper all die Jahre dazwischen kein
Vitamin D brauchen würde. Doch weit gefehlt! Vitamin D ist ein unglaublich vielfältiges Vitamin mit fast unzähligen Einflüssen auf unsere Gesundheit. Es gibt unterdessen viele wissenschaftliche Studien über die Wichtigkeit dieses Stoffes und es ist eigentlich unverständlich, wie all das Wissen nach wie vor wenig Einfluss in die Schulmedizin gefunden hat.
Die intensiven Forschungen der letzten Jahrzehnte um das aussergewöhnliche Vitamin haben Erstaunliches hervorgebracht und die Neuigkeiten rund um das Sonnenvitamin nehmen nicht ab! Vitamin D hat eine Wirkung auf nahezu alle Bereiche des Körpers, was sich vor allem durch die besondere Stellung des Vitamin D unter den Vitaminen erklärt. Während praktisch alle anderen Vitamine lediglich als Co-Faktoren in einigen wenigen Reaktionen beteiligt sind, wirkt Vitamin D nicht wie ein klassisches Vitamin, sondern vielmehr als Hormon, das zahlreiche körperliche Prozesse regelt.

Dies sind die wichtigsten Wirkungsbereiche

  • Wirkung auf das Immunsystem
  • Wirkung auf das Erbgut/die DNA
  • Wirkung auf den Mineralstoffhaushalt
  • Wirkung auf Herz und Kreislauf
  • Wirkung auf Nerven und Gehirn
  • Wirkung auf Proliferation (Wachstum Vermehrung) und Differenzierung von Zellen

Aufgrund dieser verschiedenen Funktionen kann eine ungenügende Vitamin D-Zufuhr darum mit einer Vielzahl recht verschiedener Krankheiten assoziiert werden. Ein Vitamin-D-Mangel löst eine Kaskade von folgenschweren Veränderungen im Körper aus, welche dann zu diversen Symptomen und Krankheitsbildern führen können.
Es können hier nur einige genannt werden:
Autoimmunkrankheiten wie Multiple Sklerose oder Rheumatoide Arthritis, Unfruchtbarkeit und Geburtsfehler, Osteopenie und Osteoporose, Bluthochdruck und Kardiovaskuläre Krankheit, Neurodegenerative Krankheiten wie Parkinson und Alzheimer, Psychische Krankheiten wie Depression oder bipolare Störung, chronische Schmerzen wie Fibromyalgie und Migräne, Krebs …

Lebenswichtig, einfach, kostengünstig!
Davon lässt sich unschwer ableiten, wie wichtig und auch wie einfach und kostengünstig eine genügende und regelmässige Zufuhr an Vitamin D wäre! Doch schon hier gehen die Meinungen auseinander. Das BAG gibt eine tägliche Menge von 800 IE für Erwachsene an, was aber aus Sicht der Vitamin D-Forscher mehr als deutlich zu wenig ist!
Im Winter können bedenkenlos 5000 IE pro Tag eingenommen werden, während im Sommer auf 3000 IE reduziert werden kann. Die Halbwertszeit des aktivierten Vitamin D ist max 24-48h. Deshalb ist es ratsam, es täglich zu sich zu nehmen und nicht wie oft angewandt einmal pro Woche oder sogar nur einmal im Monat. Bei einer Laborkontrolle wären Werte im Bereich von 100-150 nmol/l wünschenswert.

Prävention und Heilung
Neuste Erkenntnisse zeigen, dass Vitamin D nicht nur der Prävention verschiedenster Krankheitsbilder dient, was natürlich am wünschenswertesten ist, sondern sogar zur Heilung eben dieser Krankheiten beitragen kann!
Das zeigen die erstaunlichen Erfahrungen, die z.B. ein Prof. Dr. Cicero G. Coimbra mit von Autoimmunkrankheiten, insbesondere von Multiple Sklerose betroffenen Patienten macht. Dr. Coimbra und sein Team haben erfolgreich Tausende von Patienten mit dieser Autoimmunkrankheit behandelt, in vielen Fällen mit vollständiger Normalisierung aller Symptome und klinischen Parameter. Seine als „Coimbra-Protokoll“ bekannte Therapie stützt sich im Wesentlichen auf ein einziges Element: hochdosiertes Vitamin D. Mit dem sogenannten Coimbra-Protokoll kann in 95% aller Autoimmunerkrankungen inklusive MS eine völlige Freiheit von Symptomen erreicht werden. Dies muss selbstverständlich unter ärztlicher Kontrolle geschehen!

Neuste Erkenntnis: Vitamin D-Resistenz
Vitamin D wird heute mit einer grossen Anzahl von Autoimmunerkrankungen in Verbindung gebracht. Ein Vitamin-D-Mangel führt zu einem ausufern entzündlicher Prozesse, was sich in chronischen Entzündungen und Autoimmunerkrankungen manifestiert. Die neusten Forschungen haben sogar gezeigt, dass Menschen mit Autoimmunkrankheiten aus genetischen Gründen teilweise gegen die Effekte von Vitamin D resistent sind (Vitamin D-Resistenz). Sie benötigen einen viel höheren Blutspiegel, um frei von der Aggression ihres eigenen Immunsystems zu sein. Es gilt also zu beachten, dass wenn gewisse Menschen auch trotz regelmässiger Vitamin D-Zufuhr nicht die gewünschten Blutspiegel erreichen, an eine Resistenz gedacht werden sollte. In diesen Fällen muss die Dosis individuell mit engmaschigen Laborkontrollen eingestellt werden

Zusammenfassend ist Vitamin D als ein zentrales Element der Gesundheit anzusehen, dessen Tragweite und Potenzial wir wohl gerade erst begreifen.
Mein Tipp ist also; bei der Zufuhr von Vitamin D nicht knausern!

 

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Vitalstoffe bei Autoimmunkrankheiten

Vitalstoffe bei Autoimmunkrankheiten

Das Immunsystem

Unser Immunsystem ist höchst komplex, schlicht ein Wunder, es sichert unser Überleben im Kampf gegen die unzähligen Krankheitserreger, mit denen wir tagtäglich in Kontakt kommen können. Sehr kurz erklärt unterscheiden wir das angeborene und erworbene Immunsystem. Wie die Namen schon gut verraten, ist das erste von Geburt an da und kann sehr schnell und effektiv in Aktion treten. Das andere ist sehr wandelbar, passt sich laufend an und entwickelt sich weiter, es kann sich neue Erreger «merken» und beim nächsten Kontakt schnell abwehren. Das erworbene Immunsystem muss sich schnell an immer wieder neue Erreger anpassen, da das angeborene Immunsystem das nicht kann.

Autoimmunkrankheiten

Eine Autoimmunerkrankung ist nun eine chronische Fehlregulation des Immunsystems. Immunzellen greifen fälschlicherweise körpereigene, gesunde Zellen und Gewebe an. Das betroffene Gewebe nimmt massiven Schaden und wird teilweise sogar ganz zerstört. Autoimmunerkrankungen können sich auf ein bestimmtes Organ beschränken oder auch mehrere Organsysteme befallen. Grundsätzlich kann jedes Gewebe betroffen sein, z.B. die Haut (Psoriasis), der Magen-Darmtrakt (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa), das Zentrale Nervensystem (Multiple Sklerose), Knorpel und Gelenke (Rheumatoide Arthritis, früher Polyarthritis), Bauchspeicheldrüse (Diabetes Typ I), Schilddrüse (Hashimoto Thyreoiditis), um nur einige zu nennen, es gibt über 100 verschiedene Autoimmunkrankheiten! Gemeinsam ist ihnen die Fehlsteuerung des Immunsystems und daraus resultierende Entzündungen, Reizungen und Schwellungen.

Schulmedizin

Doch wieso kommt das Immunsystem dazu, sich gegen den eigenen Körper zu richten? Fachleute nennen den Einfluss von Infektionen, Schwangerschaft, Impfungen, aber auch genetische Faktoren als mögliche Ursachen und Auslöser.
In der Schulmedizin kann eigentlich nur eine symptomatische Therapie durchgeführt werden, je nach betroffenem Organ durch den jeweiligen Facharzt, z.B. mit schmerz- und entzündungshemmenden oder sogar immunsuppressiven Medikamenten (die wichtige Funktion des Immunsystems wird heruntergeschraubt mit allen Konsequenzen!) oder durch Ersatz an Hormonen, die der Körper durch die Schädigungen in Drüsengewebe nicht mehr selbst produzieren kann.
Bekannterweise haben diese Medikamente, speziell die schmerz- und entzündungshemmenden und immunsuppressiven, sehr viele Nebenwirkungen und oft leiden die PatientInnen trotzdem stark an den Folgen der Krankheiten!

Doch was gibt es für alternative Möglichkeiten?

Ich möchte Sie ermutigen! Sie haben die Möglichkeit, diese Attacken zu mildern. Das ist natürlich abhängig von der Dauer und Aggressivität der Erkrankung. Bestehen schon dauerhafte Organschäden, müssen lebenslänglich Medikamente zur Unterstützung z. B. der Schilddrüse eingenommen werden.

In der Vitalstoffmedizin gehen wir davon aus, dass Probleme im Darm, insbesondere ein Leaky Gut, ein durchlässiger Darm, Ursache für die Entstehung für Autoimmunkrankheiten sind. Für ein gutes Verständnis der Zusammenhänge lesen Sie hier am besten gerade zuerst noch den Bericht «Leaky Gut» in der Rubrik «Wirkstoffe»!
Wenn wir verstehen, dass rund 70% unseres Immunsystems im Darm lokalisiert ist, die vielen Interaktionen von dort gesteuert werden und dass ein gut ausbalanciertes Mikrobiom (Darmflora) Voraussetzung dafür ist, macht eine Behandlung des Darms wirklich Sinn. Dafür empfehle ich eine Darmsanierung bestehend aus verschiedenen Wirkstoffen, die sich ergänzen.

Darmsanierung

Das eine Standbein einer Darmsanierung ist eine spezielle Vulkanerde namens Klinoptilolith (z.B. Toxaprevent), die vom Körper nicht aufgenommen wird, sondern den Verdauungstrakt durchwandert und dabei verschiedene Giftstoffe z. B. Toxine, Histamin sowie Schwermetalle, wie ein Schwamm aufsaugt. Es sollte mindestens sechs Monate eingenommen werden (3xtgl 2Kps).
Gleichzeitig empfehle ich ein Präparat (Neovital), das einerseits eine hohe Konzentration an bestimmten Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen (Vitamin C, Vitamin B12, Querzetin, Vitamin E, Folsäure, Beta-Carotin) enthält, andererseits aber auch über ein spezielles Transportsystem verfügt, welches es ermöglicht, dass eine Aufnahme auch in geschädigten Darmzotten möglich ist und sogar deren Heilung fördert. Dieses wird täglich für zwei Monate eingenommen.
Nach diesen zwei Monaten empfiehlt es sich, das Mikrobiom aufzubauen, dies gelingt mit hochwertigen Probiotika oder Fermenten, welche mindestens vier Monate eingenommen werden sollten, um den Darm und das Immunsystem optimal zu unterstützen.
Dazu dient während der ganzen Zeit zur Ergänzung, um Entzündungsprozesse zu mildern, ein gutes Kurkuma-Produkt, das unbedingt eine geeignete Menge an schwarzem Pfeffer zur verbesserten Aufnahme im Darm enthalten sollte (3xtgl 1Kps).

Aufbau des Immunsystems

Selbstverständlich sollte nun auch noch dringend das Immunsystem sehr aktiv unterstützt werden. Es gibt ein gutes Produkt (Immuno Vida), welches einen speziellen Botenstoff enthält, welcher die Makrophagen aktiviert (das sind die grössten Zellen des Immunsystems, sie können Erreger und kranke Zellen «fressen»). So wird das Immunsystem entscheidend unterstützt (2 Kps/Woche sind ausreichend). Diese Therapie kann, auch wenn es widersprüchlich erscheint, gleichzeitig mit einer Therapie mit Immunsuppressiva kombiniert werden!
Zudem helfen «hochdosiertes» Vitamin D3 (5000IE/Tag) und hochwertige Omega-3-Fettsäuren (1g aus Fischöl oder 400mg aus Krill) das Immunsystem zusätzlich zu unterstützen.
Auch ein guter Aronia-Extrakt (nicht Trester!) unterstützt den Körper mit seinem hohen OPC-Gehalt zusätzlich (3x1Kps/Tag).

Im «Webdoktor» finden Sie Therapieschemas (Darmsanierung und Immunsystem), die das Ganze noch grafisch darstellen.

Ernährung

Gleichzeitig ist es sehr wichtig, die Ernährung bei Autoimmunkrankheiten unter die Lupe zu nehmen. Ich empfehle eine glutenfreie Ernährung, da Gluten sehr schwer verdaulich ist und Probleme im Darm verursachen kann, auch wenn keine Zöliakie bekannt ist. Ein sonst schon «überstrapaziertes» Immunsystem wird durch das Weglassen des Glutens entlastet. Achten Sie dafür auf einen hohen Konsum an frischen Gemüsen, Früchten und Beeren aus biologischem Anbau und verzichten Sie auf Zucker und Fertigprodukte.

Was kann man von einer solchen Behandlung erwarten?

Wichtig zu wissen ist, dass einmal zerstörtes Gewebe nicht wiederhergestellt werden kann. Das heisst, dass z.B. bei einer Hashimoto Schilddrüse ein Hormonersatz weiterhin erforderlich ist und bleibt. Aber eine Besserung der Beschwerden und somit eine bessere Lebensqualität können erwartet werden. Auch Menschen mit Autoimmunkrankheiten wie Morbus Crohn, Multiple Sklerose oder rheumatoide Arthritis profitieren sehr oft von grossen Verbesserungen ihrer Beschwerden. In jedem Fall benötigt es aber Geduld, denn anders als viele Medikamente, benötigen die Vitalstoffe einige Zeit (Monate), um ihre Wirkung zu entfalten, dafür zeigen sie aber keine Nebenwirkungen, weil es sich um Mikronährstoffe handelt, die der Körper dringend braucht

 

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Nierensteine

Nierensteinen vorzubeugen ist wichtig, denn nicht immer bleiben solche Harnsteine klein und landen mit dem Urin in der WC-Schüssel. Grössere Steine (ab ca. 4mm) bleiben gerne im Nierenbecken, im Harnleiter oder am Blaseneingang stecken, was gefürchtete, schmerzhafte Nierenkoliken auslöst.

Was sind Nierensteine?

Es gibt von der Zusammensetzung her verschiedene Nierensteine, am Häufigsten (etwa 75% der Steine) handelt es sich um Kalziumoxalatsteine. Als Ursache für diese häufigen Nierensteine kann die übermässige Aufnahme des Salzes Oxalat über die Nahrung genannt werden. Es ist in vielen Lebensmitteln pflanzlichen Ursprungs enthalten. Die Oxalsäure (Oxalat) bindet sich im Blut mit Calcium und es entsteht das nicht wasserlösliche Kalciumoxalat, was dann die erwähnten Kalziumoxalatsteine begünstigen kann. Spannend ist, dass diese Art von Steinen in den Entwicklungsländern sehr wenig vorkommt und eher eine Lifestyle-Erkrankung unserer Breitengrade ist und auf unsere Ernährungs- und Trinkgewohnheiten zurückzuführen ist.

Kalziumoxalatsteine und unsere Ernährung

Wer mit Kalziumoxalatsteinen zu tun hat und/oder ihnen vorbeugen möchte, sollte deshalb oxalathaltige Lebensmittel und Getränke wie z.B. Erdnüsse, Randen, Rhabarber, Spinat, Schokolade, Kaffee, Schwarztee oder Kakao möglichst meiden. Auch das immer beliebter werdende traditionelle Getränk aus Japan, der Matcha Grüntee aus gemahlenen Grünteeblättern, sollte an dieser Stelle erwähnt werden. Matcha-Grüntee gilt unter anderem als Muntermacher, Gesundheitsförderer und Schlankmacher. Das dies tatsächlich so ist, belegen verschiedenen Studien. Doch das Getränk enthält auch viel Oxalsäure, aus Sicht der Nierensteinbildung sollte also der Konsum von Matcha-Grüntee massvoll erfolgen.

Oxalatausscheidung

Bei einer Oxalatausscheidung von >0.8 mmol/Tag im Urin muss an eine ernährungsbedingte Ursache gedacht werden, jedoch können auch bestimmte Erkrankungen die Bildung von Kalziumoxalatsteinen begünstigen. Wie z.B. eine Hyperkalzämie oder ein Hyperparathyreoidismus, aber auch ein Kurzdarmsyndrom oder chronische Darmerkrankungen sollten ausgeschlossen werden. Konstant saure pH-Werte von <5.8 weisen auf eine Säurestarre hin, die eine Co-Kristallisation von Harnsäure und Kalziumoxalatkristallen fördert. Zu guter Letzt könnte es sich aber auch um eine genetische Überausscheidung (Hyperoxalurie) handeln, welche allerdings normalerweise bereits bei Kindern auffällt.

Vitamin K2


Nun kommen wir auf das Vitamin K2 zu sprechen, welches unter anderem dafür verantwortlich ist, dass das Calcium nicht im Blut verweilt, sondern in die Knochen eingelagert wird. So kann gleichzeitig der Arteriosklerose (Ablagerungen in den Arterien) und der Osteoporose (ungenügende Knochendichte, brüchige Knochen) entgegengewirkt werden. Vitamin K1 kommt hauptsächlich in den Blättern verschiedener Grünpflanzen vor, Vitamin K1 kann also über die Nahrung aufgenommen und vom Organismus, so wird vermutet, zum aktiveren Vitamin K2 umgewandelt werden. Vitamin K2 wird von Mikroorganismen gebildet, auch von den Bakterien der Darmflora, und kann direkt über die Darmzellen aufgenommen werden. Auch rohes Sauerkraut, Butter, Eidotter, Leber, manche Käsesorten und das fermentierte Sojaprodukt Nattokinase sind Vitamin-K2-Quellen.

Wenn man davon ausgeht, dass Vitamin K2 eine ähnliche Wirkung auf Nierensteine hat wie auf Arterien und Knochen, nämlich dass das aufgenommene Calcium korrekt abtransportiert und verwertet wird, könnte man annehmen, dass dies ein geeigneter Ernährungsansatz im Kampf gegen Kalziumoxalatsteine sein könnte. Widmen wir uns also mit dieser Annahme der Frage 2.

Die aktuelle Wissenschaft gibt momentan leider nichts Handfestes über diesen ganz konkreten möglichen Zusammenhang her, es gibt keine Studienlage zu Kalziumoxalatsteinen und Vitamin K2.

Deshalb bleibt es für den Moment bei der obigen Annahme. Doch eine präventive Ernährung mit K2-haltigen Lebensmitteln im Zusammenhang mit der Vermeidung von Kalziumoxaltsteinen macht aus meiner Sicht nicht wirklich Sinn. Es wäre auf Dauer mit vielen anderen chronischen Erkrankungen zu rechnen.

Nierensteine und Ernährung

Sich über die Ernährung Gedanken zu machen, gerade auch im Zusammenhang mit Nierensteinen, macht aber selbstverständlich durchaus Sinn. Führender Wissenschaftler auf dem Gebiet Ernährung im Zusammenhang mit Nierensteinen ist übrigens Professor W. G. Robertson (Medical Research Council Leeds, UK). Eine der Hauptaussagen aus seinen vielen Studien ist, dass tierische Proteine einer der Hauptrisikofaktoren für Nierensteine, v.a. von Kalziumoxalatsteinen, ist, auch freie Radikale werden als Ursache publiziert.

Daraus lässt sich also schliessen, dass eine möglichst vegetarische und antioxidantienreiche Ernährungsweise wichtig ist. Als die wichtigsten Antioxidantien kennen wir die Vitamine C und E, Vit. B-Komplexe, Provitamin A, den Mineralstoff Selen sowie sekundäre Pflanzenstoffe (Polyphenole, Bioflavonoide). Das bedeutet, dass man sehr viel frisches, reifes, rohes Obst, Beeren und Gemüse aus biologischem Anbau zu sich nehmen soll! Leider sind in der heutigen Zeit solche naturbelassenen Produkte nicht mehr breit erhältlich, weshalb man seine Ernährung am besten mit dementsprechenden Vitalstoffen ergänzt.

 

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